Die intensive Kultivierung hochwertiger Futtergräser steht aufgrund des Rückgangs der Tierbestände einer geringen Nachfrage gegenüber. Die konventionelle Bewirtschaftung vieler Grünlandflächen gilt es daher zu überdenken.
Extensiv geführtes Grünland bietet Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Die Wiedervernässung von Moorböden vermindert klimaschädliche Emissionen. Aktuell sind umweltschonende Bewirtschaftungsformen mangels Absatzmöglichkeiten der erzeugten Produkte aber meist unrentabel.
Über eine alternative Erzeugung wie die Schilfproduktion soll die ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit in Einklang gebracht werden. Die Erprobung neuer Absatzmöglichkeiten kann die Akzeptanz der nassen und extensiven Grünlandbewirtschaftung bei Landbewirtschaftern und -eigentümern erhöhen. Eine zunehmende Flächenkonkurrenz zwischen Klima-, Umwelt- und Artenschutz und der Landwirtschaft kann vermieden werden.
Um die natürliche Ausbreitung des Schilfes auf nassen Flächen zu beschleunigen, wurde gemeinsam mit der Gaarzer Naturprodukte GmbH & Co. KG eine partielle Anpflanzung durchgeführt.
Gaarzer Naturprodukte GmbH & Co. KG
Der ökologisch wirtschaftende Betrieb mit Sitz in Krümmel setzt sich für nachhaltige Bewirtschaftungspraktiken ein, ohne dabei die Wirtschaftlichkeit aufzugeben. Ziel auf den überwiegend ertragsschwachen Flächen ist es, das Betriebseinkommen über eine diversifizierte Produktion zu sichern. Der Wasserhaltung in der Landschaft wird aufgrund der ausgeprägten Trockenphasen und sandigen Böden ein hoher Wert beigemessen.

Mitmach-Aktion | © ANE

10.000 Schilfpflanzen „Phragmites australis” | © ANE
