Als ursprüngliche Wald- und Waldrandbewohner benötigen Hühner in ihrem Auslauf nicht nur genug Platz, sondern vor allem ausreichend Schutz bzw. Deckung vor Beutegreifern. Strukturelemente bedingen zudem die gleichmäßigere Verteilung der Tiere in der Fläche. Das Tierwohl wird verbessert. Von den Hühnern ausgeschiedene Nährstoffe werden nicht nur gleichmäßiger verteilt, sie können auch in Biomasse umgewandelt und somit gezielt dem Nährstoffkreislauf zugeführt werden.
Schnellwachsende Pappeln eigenen sich besonders für die Doppelnutzung. Damit die Pflege der Auslaufflächen weiterhin möglich bleibt, erfolgt die Anlage in Streifen. Die Ernte erfolgt alle drei bis fünf Jahre im Winter. Im darauffolgenden Frühjahr treiben die Bäume aus dem Wurzelstock wieder aus. Das produzierte Holz dient als vielseitiger Rohstoff in der thermischen Verwertung und in der Bauindustrie.
Vorteile für Tier, Landwirt, Umwelt & Klima
- Deckung & Schutz vor Greifvögeln
- Beitrag zur gleichmäßigeren Beweidung der Auslauffläche
- Verbesserung der Nährstoffverteilung → Grundwasserschutz, Nährstoffnutzung
- Wind- und Erosionsschutz
- Erhöhung Flächennutzungseffizienz durch zusätzliche Wertschöpfung
- Verbesserung des Klimaschutzes durch zusätzliche Bindung von CO2

Pappel-Pflanzgut – 5637 Ruten (4 Sorten/150-180cm Rutenlänge) | © ANE

10,5 Hektar Agroforstsystem „Hühnerwald | © ANE

Hühnerwald | © ANE