LIFE-IP ZENAPA Newsletter

Liebe Leserinnen und Leser,

anbei übersenden wir Ihnen unsere aktuelle Ausgabe des ZENAPA-Newsletters mit Informationen zum Projektstand und -fortschritt. Gerne können Sie den Newsletter an Ihre Kontakte und Interessierte weiterleiten.

Herzliche Grüße,
Ihr ZENAPA-Team

Inhalt


Berichte aus dem Projekt
ZENAPA „vor Ort“
Berichte aus dem Projekt

Agroforstsystem Neumühle: Zusammenarbeit der Partner im Fokus der Medien

Ein weiterer bedeutender Meilenstein im LIFE-IP ZENAPA-Projekt wurde erreicht: In Kooperation mit dem Hofgut Neumühle, dem Bezirksverband Pfalz sowie dem Nationalpark Hunsrück-Hochwald wurde ein neues Agroforstsystem etabliert, das eindrucksvoll zeigt, wie Landwirtschaft, Biodiversität und Klimaschutz erfolgreich miteinander verknüpft werden können.
Das System dient als praxisnahes Demonstrationsprojekt für zukünftige Landwirte und Landwirtinnen und vermittelt konkret:
  • wie landwirtschaftliche Betriebe resilienter gegenüber extremen Wetterereignissen aufgestellt werden können,
  • wie der Humusaufbau auf den Flächen gefördert wird und
  • wie klimafreundliche Energie dezentral erzeugt werden kann.
Ein Gewinn für die biologische Vielfalt, den Klimaschutz sowie eine zukunftsfähige Landwirtschaft. Auch nach Abschluss des ZENAPA-Projekts werden die Flächen weiterhin wissenschaftlich vom Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) begleitet – im Rahmen der Anschlussprojekte AGROfloW und AFaktive. Ziel ist es, die ökologischen und ökonomischen Effekte der Agroforstwirtschaft weiter zu erforschen und in die landwirtschaftliche Praxis zu überführen.

Das öffentliche und mediale Interesse am Thema bleibt ungebrochen: Die Tagesschau berichtete am 6. Juni 2025 über den Projektstandort Hofgut Neumühle – dem Bildungs- und Versuchszentrum für Nutztierhaltung in Rheinland-Pfalz.
▶️ Zur Sendung: ARD Mediathek – Tagesschau vom 06.06.2025, ab Minute 09:50

Ein längerer Bericht wurde vorab im Rahmen der Landesschau Rheinland-Pfalz veröffentlicht – ein weiterer Beleg für das wachsende Interesse an klimafreundlicher, biodiversitätsfördernder Landwirtschaft.
▶️ Die Vorteile von Agroforstwirtschaft - Landesschau Rheinland-Pfalz - TV

Feldtag im Rahmen des LIFE-IP ZENAPA-Partnertreffens in Sachsen —
Agroforst hautnah erleben

Am 22. Mai fand im sächsischen Böhlitz ein ganz besonderer Feldtag statt: Rund 70 Fachleute aus Landwirtschaft, Wissenschaft und kommunalen Verwaltungen kamen auf dem größten Agroforstsystem Sachsens zusammen, welches im Rahmen von ZENAPA angelegt wurde.
Bei Führungen, Themenständen und Praxisvorführungen konnten sich die Teilnehmenden ein Bild davon machen, wie Technik, Forschung und nachhaltige Landwirtschaft heute schon Hand in Hand gehen und mit den ExpertInnen diskutieren. Der Spatenstich am 26. März wurde nicht nur medial begleitet, sondern es packten auch SchülerInnen der Ringelnatz-Grundschule Wurzen mit an – ein starkes Zeichen für gelebten Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung.
Der Feldtag bildete den öffentlichen Höhepunkt des mehrtägigen ZENAPA-Partnertreffens, bei dem sich Projektpartner und -mitarbeitende zum Stand des Projekts, zu bisherigen Erfolgen und zu den nächsten Schritten bis zum Projektabschluss im Frühjahr 2026 austauschen konnten. Ein ganz herzlicher Dank gilt unseren Partnern Geopark Porphyrland, Wurzener Land-Werke und der Gemeinde Thallwitz für die hervorragende Organisation, Planung und Durchführung der Veranstaltungstage. Wir hatten eine rundum gelungene Zeit – spannend, informativ und voller motivierender Eindrücke.

Das Projekt in Kürze:
Auf 18 Hektar wurden über 30.000 Bäume gepflanzt – ein zukunftsweisendes Modell für nachhaltige Landwirtschaft und Energiegewinnung im Einklang mit Klima- und Artenschutz.
Das Projekt wird von der Agrargenossenschaft Böhlitz e.G., der Wurzener Land-Werke GmbH und dem Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) gemeinsam mit weiteren Partnern realisiert und durch LIFE-IP ZENAPA gefördert.

Projekt-Highlights:
  • Klimaschutz pur: 300.000 kg CO-Bindung pro Jahr
  • Platz für moderne Landwirtschaft: breite Gehölzstreifen für Maschinennutzung
  • Energie der Zukunft: Pappeln liefern Heizmaterial für 1.700 Haushalte
  • Kombination von schnellwachsenden Energiegehölzen und Edelbäumen zur langfristigen Wertholzproduktion
  • Einzigartig in Deutschland: Kombination mit Renaturierung des Tauchnitzgrabens
Impressionen Feldtag
© Wurzener Land-Werke (WuLaWe)

IfaS beim LIFE-Platform Meeting zur Waldwiederherstellung in Europa

Das Projekt ZENAPA hat an der Tagung des LIFE-Programms zur Wiederherstellung der europäischen Wälder teilgenommen, die in Brasov, Rumänien, stattfand. Mit rund 100 Experten aus 13 Ländern, die 33 LIFE-, Horizon- und Interreg-Projekte vertraten, brachte die Veranstaltung eine inspirierende Gemeinschaft von Wald- und Klimaschutzexperten aus ganz Europa zusammen. Im Rahmen der Plenarsitzung erfolgte ein Vortrag zum Thema „Silvo-pastorale Systeme und Agroforstwirtschaft“.
Einen ausführlichen Bericht finden Sie auf unserer Webseite unter:
https://zenapa.de/2025/06/13/life-meeting-rumaenien/
Herr Jacob Bußmann (IfaS) im Rahmen seines Vortrags
© IfaS

Start der Kampagne zum Thema Sektorenkopplung

"Sonnenstrom für Ihr Zuhause"
Unter diesem Titel hat das ZENAPA-Partnerkonsortiums gemeinsam eine Kampagne initiiert. Ziel der Kampagne ist es, durch die Bereitstellung von leicht verständlichen und zugänglichen Informationen über unterschiedliche Kanäle, eine Sensibilisierung hinsichtlich Energiekonsum und -wende herbeizuführen. Ein zentraler Ansatz hierbei ist die sogenannte Sektorenkopplung, welche die Bereiche Strom, Wärme und Mobilität clever miteinander verknüpft. Konkret heißt das: Strom wird durch eine Photovoltaikanlage erzeugt und zum Laden des E-Autos und zum Betrieb der Wärmepumpe genutzt. Auf dieses Weise entsteht ein nachhaltiges und effizientes Gesamtversorgungssystem. Die Sektorenkopplung macht die Energiewende in den eigenen vier Wänden greifbar und alltagstauglich, trägt zur Kostenreduzierung sowie zur Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern bei.
Zum Auftakt wurde der Informationsflyer „Sonnenstrom für Ihr Zuhause erstellt, der bereits in vielen ZENAPA-Regionen verteilt wird. Darüber hinaus wird er im Rahmen der größten Postmailingaktion des ZENAPA-Projektes in den kommenden Wochen rund 120.000 Haushalte erreichen. Ferner erfolgt die Ansprache über Amtsblätter, Landkreisjournalen und via Social-Media durch die Projektpartner. Ergänzend dazu informierten wir auf unseren Social-Media-Kanälen Facebook und Instagram über die wichtigsten Fakten und Zusammenhänge rund um das Thema – anschaulich und kompakt. Insgesamt sollen so 440.000 Personen in den Projektregionen erreicht werden.
Flyer "Sonnenstrom für Ihr Zuhause"
© IfaS

Umweltzertifikate für eine starke Region

Die Klimakrise und das Artensterben sind zentrale Herausforderungen unserer Zeit. Extreme Wetterlagen, Wasserknappheit und der Verlust von Lebensräumen zeigen: Unser Handeln entscheidet über die Zukunft. Klima- und Naturschutz sind untrennbar verbunden – nur gesunde Ökosysteme binden CO, schützen vor Naturgefahren und sichern Lebensräume.
ZENAPA setzt auf Projekte, die Klima- und Naturschutz mit sozialem Engagement und regionaler Wertschöpfung verbinden. Mit einem innovativen Zertifikat machen wir nachhaltiges Handeln sichtbar und stärken konkrete Maßnahmen vor Ort.
Dein Projekt zählt! Ob Verein, Kommune oder Initiative – wer sich für Klima und Natur einsetzt, kann sein Vorhaben bald zertifizieren lassen. Gemeinsam schaffen wir Vorbilder für eine lebenswerte Zukunft.
Weitere Informationen:
Emissionsminderungs- und Biodiversitätszertifikate – ZENAPA
Muster eines Zertifikats
© IfaS

ZENAPA Best-Practice-Beispiele:
Entdecken Sie unsere interaktive Maßnahmenkarte!

Das ZENAPA-Projekt hat in den vergangenen Jahren viele erfolgreiche Best-Practice-Beispiele hervorgebracht, die einen wichtigen Beitrag zur Energiewende und zum Klimaschutz leisten. Von innovativen Energiekonzepten über nachhaltige Bauprojekte bis hin zu umfassenden Natur- und Klimaschutzmaßnahmen – ZENAPA zeigt, wie regionale Lösungen im großen Maßstab wirken können.
Um Ihnen einen einfachen Überblick über die zahlreichen umgesetzten Maßnahmen zu bieten, haben wir eine interaktive Karte auf unserer Webseite erstellt: https://zenapa.de/uebersicht-actions/
ZENAPA "vor Ort"

Müritz-Nationalpark
Bericht der Akademie für Nachhaltige Entwicklung MV
Klimawandelmanagerin Natali Zielonka

Flotte (für) Bürger: Nachhaltige Mobilität startet weiter durch
Mit der Rückkehr der "Flotte(für)Bürger" aus dem Winterlager nimmt die nachhaltige Mobilität im ländlichen Raum wieder Fahrt auf: 13 Lastenräder stehen zur Verfügung, drei davon dauerhaft an zentralen Orten – wie einer Kirche, einem ehemaligen Konsum-Supermarkt und einem Coworking-Space. Die Räder stoßen auf reges Interesse, auch als Event-Vehicle werden sie verstärkt nachgefragt.
Lebensräume entwickeln: Jugendhaus, Bürgerbus & MINT-Werkstatt
Neben der Mobilitätswende schreitet auch die Belebung sozialer Infrastrukturen voran: Das örtliche Jugendhaus wird wieder genutzt, die Verwaltung des ELLI-Bürgerbusses ist eingezogen und das ANE-Projektbüro hat dort seinen neuen Sitz. Zudem ist mit der MINT-Werkstatt ein neues Bildungsangebot gestartet, das insbesondere Kinder und Jugendliche für naturwissenschaftliche und technische Themen begeistert. All dies wird flankiert durch das komplementäre BULE-Projekt „LandStation“, welches die in ZENAPA initiierte Entwicklung festigt und vertieft. Mit dem Projekt „LandStation“ und der Initiative „Flotte(für)Bürger“ zeigt die ANE eindrucksvoll, wie nachhaltige Mobilität, Bildung und Begegnung im ländlichen Raum miteinander verbunden werden können – als Impulsgeber für eine lebenswerte Zukunft.

Natur- und Geopark Vulkaneifel GmbH
Bericht der Klimawandelmanagerin Miranda Deviscour

Nachhaltig dämmen für die Zukunft – Klimaschutz in der Vulkaneifel
In der Vulkaneifel schreitet der Klimaschutz ganz praktisch voran: Nachdem bereits zwei Dächer auf einem Schul- und Behördengebäude mit nachhaltiger Holzfaserdämmung saniert wurden, folgten nun zwei weitere Gebäude. Insgesamt konnten rund 1.800 Quadratmeter natürliche Dämmstoffe an öffentlichen Liegenschaften verbaut werden. Eine gute Dämmung spart nicht nur Energie und Heizkosten, sondern schont auch langfristig Umwelt und Budget – ganz im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung.
Dämmmaßnahme in der Vulkaneifel
© Kreisverwaltung Vulkaneifel
Teilnahme am Treffen der Europäischen UNESCO Global Geoparks
Der Natur- und Geopark Vulkaneifel nahm im März am Treffen der Europäischen UNESCO Global Geoparks in Paris teil. Im Climate Change Workshop wurde den Teilnehmenden das Projekt ZENAPA vorgestellt – u. a. mit einer spannenden Maßnahme aus der Vulkaneifel: Der Anbau und die Nutzung der Durchwachsenen Silphie als nachhaltige Biogaspflanze! Sie bringt einige positive Eigenschaften mit, u. a. hilft sie gegen Bodenerosion und fördert die Biodiversität. Der Anbau und die Nutzung stellen einen wichtigen Schritt für den Klima- und Umweltschutz dar.

Natur- & Geopark Mëllerdall
Bericht der Klimawandelmanagerinnen Isabelle Lorig & Natassja Mich

Nachhaltige Digitalisierung Bewusst online sein
Digitale Geräte sind praktisch, aber auch Energiefresser. Im Rahmen der Sensibilisierungskampagne „Nachhaltige Digitalisierung“ reflektieren junge Menschen ihren Medienkonsum und entwickeln kreative Strategien für einen bewussteren Umgang.
Mit Youth4Planet entstehen Kurzfilme, die Lösungen für eine nachhaltige digitale Zukunft aufzeigen.
Klimaanpassungsstrategie: Luxemburg setzt auf Bürgerbeteiligung
Am 2. April fand in Echternach eine öffentliche Veranstaltung zur nationalen Strategie gegen die Folgen des Klimawandels statt. Im Fokus: ein partizipativer Ansatz, bei dem BürgerInnen, lokale Akteure und Fachleute gemeinsam Lösungen entwickeln.
Soziale und ökologische Auswirkungen werden ganzheitlich betrachtet – Ziel ist es, gemeinsam resilientere Wege im Umgang mit dem Klimawandel zu finden. Fünf solcher Veranstaltungen sind landesweit geplant.
Bürgerbeteiligung Klimaanpassungsstrategie
© emwelt.lu

Naturpark Barnim
Bericht des Klimawandelmanagers Jan Buchner

Stadtradeln in der Gemeinde Wandlitz
In Kooperation mit dem Naturpark Barnim nahm die Gemeinde Wandlitz auch in diesem Jahr am Wettbewerb STADTRADELN des Klima-Bündnises teil. Seit nunmehr zwei Jahren beteiligen sich BürgerInnen und KommunalvertreterInnen an der Aktion und treten für mehr Klimaschutz aktiv in die Pedale. Insgesamt nahmen rund 290 Radler teil und fuhren im Veranstaltungszeitraum (18.05. bis 07.06.2025) rund 35.000 Kilometer.

Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin
Bericht der Klimawandelmanagerin Diana Krahn

Vorstellung der neuen ZENAPA-Mitarbeiterin im Biosphärenreservat
Schorfheide-Chorin Klimawandelmanagerin Diana Krahn
Mein Name ist Diana Krahn und ich bin als Klimawandelmanagerin im Projektmanagement des EU-LIFE IP ZENAPA Projektes im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin tätig.
Ursprünglich als Veterinärmedizinerin gestartet, ist es mir mittlerweile eine Herzensangelegenheit im Bereich des Natur-, Arten- und Klimaschutzes mitzuwirken.
Seit dem 01.02.25 unterstütze ich nicht nur die Realisierung klimaschutzrelevanter Maßnahmen im Großschutzgebiet, sondern wirke zudem an informativen Kampagnen zum Thema Einsatz von Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energien im Rahmen des ZENAPA Projekts mit.
Klimawandelmanagerin Diana Krahn
© Diana Krahn
Service- und Ladestation für E-Bikes an der Touristinfo in Joachimsthal
Die durch ZENAPA gebaute Service- und Ladestation ist seit der Errichtung im Jahre 2024 sehr gut angenommen worden. Ein Highlight ist die Fahrradreparatursäule, die mittlerweile wegen der überdurchschnittlich hohen Frequentierung selbst eine Reparatur brauchte. Die Station bietet für alle Radreisenden im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin die Möglichkeit Akkus von E-Bikes in einem verschließbaren Ladeschrank zu laden und während der Wartezeit die Schorfheide-Info, bestückt mit zahlreichen interessanten Informationen zum UNESCO-Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin, zu besuchen. Die Station ist die erste eines Netzwerks aus Ladestationen, welche im Biosphärenreservat im Rahmen des ZENAPA-Projektes errichtet werden.
Service- und Ladestation für E-Bikes
© UNESCO-Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin

Nationalpark Hunsrück-Hochwald
Bericht der Klimawandelmanagerin Stefanie Erbach
und des Klimawandelmanagers Bernd Junge

Pflanzenkohle stärkt junge Bäume
Die Masterarbeit von Ashley Riedel (RPTU Kaiserslautern) zeigt: Pflanzenkohle kann die Überlebensrate von Keimlingen und Setzlingen bei der Wiederaufforstung verbessern. Pflanzenkohle schafft ein ideales Umfeld für Mikroorganismen, die ihrerseits für einen fruchtbaren Boden sorgen. Eine weitere wichtige Fähigkeit ist, dass Pflanzenkohle Kohlendioxid bindet, d. h. sie kann Kohlenstoff über hunderte von Jahren im Boden binden. Dadurch kann dem Klimawandel entgegengewirkt werden. Gemeinsam mit den Projektpartnern dem Forstamt Hachenburg, dem ZENAPA-Partner Nationalparkamt Hunsrück-Hochwald, der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft Rheinland-Pfalz (FAWF) sowie der Bison Forest GmbH wurde über ein Jahr die Wirkung von Pflanzenkohle auf Traubeneichen untersucht.
Anzucht der Keimlinge
© Ashley Riedel
Balkonsolaranlage am Hunsrückhaus
Passend zum ZENAPA-Flyer „Strom vom eigenen Balkon“, der seit August 2024 in der Nationalparkregion verteilt wird, ist nun auch die Balkonsolaranlage am Hunsrückhaus mit einer Leistung von 1.800 Wp installiert und dient den Besuchern des Nationalparktors zur Anschauung. Der Flyer “Strom vom eigenen Balkon” kann am Counter im Erdgeschoß des Hunsrückhauses am Nationalpark-Tor Erbeskopf mitgenommen werden. Hier finden sich wertvolle Informationen, wie jeder Einzelne mit kleinen Solaranlagen umweltfreundlich Strom erzeugen kann.
Balkonsolaranlage am Hunsrückhaus
© Nationalpark Hunsrück-Hochwald
Artenschutz an der Waldorfschule – SchülerInnen hängen Fledermauskästen auf
Anfang April wurden an der Freien Waldorfschule Saar-Hunsrück 10 Fledermausnistkästen aufgehängt. Die beiden ZENAPA Klimawandelmanager organisierten die Aktion gemeinsam mit dem Nationalpark-Ranger Gabriel Wern. Nach einer kurzen Einführung über die Lebensweise, Besonderheiten und vor allem die Gefährdung der Fledermäuse, machten sich 7 SchülerInnen auf in Richtung Schulbauernhof, um die neuen Behausungen an den Gebäuden aufzuhängen. Im Rahmen dieser Aktion ist ein Videobeitrag entstanden, der Einblick in die Maßnahme gibt: https://www.youtube.com/watch?v=JFkBzSlQSiw
Banner zur Aktion
© Nationalpark Hunsrück-Hochwald

Geopark Porphyrland. Steinreich in Sachsen.
Bericht der Klimawandelmanagerin Natasha Allner

Sächsische Energietage 2025
Unter dem Motto "Neue Energien für Sachsen" standen bei den Sächsischen Energietagen vom 5. bis 26. April 2025 die erneuerbaren Energien und die Gestaltung der Energiewende im Mittelpunkt. BetreiberInnen von erneuerbaren Energieanlagen öffneten die Türen zu ihren Anlagen, Unternehmen zeigten ihre Produktionsstätten, andere Akteure boten Informationsveranstaltungen, Konferenzen, Diskussionen oder Exkursionen an. Mehr als 100 Veranstaltungen fanden im Rahmen der diesjährigen Energietage statt. In diesem Rahmen fanden auch vielfältige Aktionen in der Region des Geoparks Porphyrland statt.
Weiterführende Informationen
Sonnige Aussichten
In der Stadt Wurzen strahlen auf dem Dach eines Heizwerks 106 neue Photovoltaik-Module. Damit werden zukünftig 20% des Strombedarfs gedeckt und jährlich rund 27 Tonnen Kohlendioxid eingespart. Der ZENAPA-Partner Wurzener Land-Werke GmbH hat hiermit einen weiteren, wichtigen Schritt in Richtung nachhaltiger Energieversorgung der Stadt Wurzen gemacht.
Ansicht über die neuinstallierten Module
© Wurzener Land-Werke GmbH

Naturpark Bergisches Land
Bericht der Klimaschutzmanagerin Annette Göddertz

Informationsveranstaltung: Wie wird mein Haus energieeffizient?
Das Bergische Energiekompetenzzentrum :metabolon hat gemeinsam mit den Gemeinden Engelskirchen und Lindlar, dem Oberbergischen Kreis und der Energie und Klima Koordinierungsstelle (EKKO) des Rheinisch-Bergischen Kreises eine kostenfreie Energieberatungsveranstaltung durchgeführt. Im Fokus stand das Thema energieeffizientes Bauen und Sanieren, beispielweise lohnt sich eine Photovoltaikanlage, Fördermöglichkeiten und wie viel Geld lässt sich langfristig sparen. Zur Beantwortung dieser und vieler weiterer Fragen der rund 100 Teilnehmenden standen Energie-Experten zur Verfügung. Zudem gab es eine Reihe thematischer Fachvorträge sowie Informationsangebote von Energieversorgern, Kreditinstituten und weiteren Kooperationspartnern des Energiekompetenzzentrums. Im Rahmen der Veranstaltung wurde dem Publikum ferner der neuerschienene ZENAPA-Flyer zum Thema Sektorenkopplung präsentiert.
Vorstellung des Flyers im Rahmen der Informationsveranstaltung
© Bergischer Abfallwirtschaftsverband
Energieberatung vor Ort – Berater des :metabolon-Netzwerks
in Rathäusern unterwegs
Von April bis Dezember 2025 bietet das Energieberater-Netzwerk :metabolon Beratungstermine für BürgerInnen direkt vor Ort, in den Rathäusern, an. Die Termine können vorab über ein Online-Portal gebucht werden. Für eine möglichst individuelle Erstberatung geben die Interessierten bei der Anmeldung bereits Informationen zum Beratungsgegenstand an. Die ZENAPA-Kampagne „Sektorenkopplung“ mit ihrem Flyer ist hier integrativer Bestandteil.

Biosphärenreservat Pfälzerwald
Bericht der Klimawandelmanagerin Carolin Sperk

Erstes Klimaanpassungskonzept für soziale Einrichtung
in Rheinland-Pfalz vorgestellt
Seit Sommer 2024 hat das Pfalzinstitut für Hören und Kommunikation Frankenthal in Zusammenarbeit mit der Firma AtmoVera und gemeinsam mit SchülerInnen, Mitarbeitenden sowie Elternbeirat das erste Klimaanpassungskonzept für eine soziale Einrichtung in Rheinland-Pfalz erarbeitet. Ziel war es, die Einrichtung besser gegen klimatische Herausforderungen wie Hitze und Starkregen zu wappnen. Das Konzept verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der Klimaschutz, Gebäudesanierung und die Verbesserung der Lernbedingungen vereint. Es wurden sowohl langfristige Maßnahmen bis 2035 als auch sofort umsetzbare, niedrigschwellige Lösungen entwickelt. Mit dem Leitsatz „Das ist keine Klimakrise, das ist der neue Normalzustand“ übernahm das Pfalzinstitut für Hören und Kommunikation eine Vorreiterrolle im Bereich Klimaanpassung sozialer Einrichtungen.
Übergabe des Konzepts (v.l.n.r.): Carolin Sperk (Klimaschutz- und Klimaanpassungsmanagerin des Bezirksverbands Pfalz), Max Ulrich (Geschäftsführer AtmoVera), Sarah Romanski (stellvertrende Schulrektorin) und Dr. Klaus Weichel (erster stellvertretender Bezirkstagsvorsitzender).
© Bezirksverband Pfalz
Start des Mobilitätskonzeptes
Der Bezirksverband Pfalz wagt gemeinsam mit den Mitarbeitenden neue Schritte in Richtung nachhaltiger, effizienter Mobilität und initiiert einen umfassenden Prozess. Beim ersten Online-Austauschtermin kamen VertreterInnen aller Einrichtungen sowie der Personalvertretungen zusammen, in konstruktiver Atmosphäre und mit vielen kreativen Ideen. Nun folgt der nächste Schritt: Die Befragung der Mitarbeitenden startet!

Modellkommune Nationalparkverbandsgemeinde Herrstein-Rhaunen
Bericht der Klimawandelmanagerin Anna Dorn

Rückblick Bürgerinformationsveranstaltung "Sanieren leicht gemacht!"
Mitte Mai fand in der ZENAPA-Modellkommune Nationalverbandsgemeinde Herrstein-Rhaunen die Informationsveranstaltung „Sanieren leicht gemacht! Energieeffizienz und Förderungen im Fokus“ statt. An der Veranstaltung nahmen rund 25 Teilnehmende statt. Ziel war es, mittels Fachvorträgen interessierten BürgerInnen aufzuzeigen, wie sie ihre Energiekosten senken und ihr Zuhause zukunftssicher sowie nachhaltig sanieren können. Im Anschluss hatten die Teilnehmenden Gelegenheit, ihre Fragen direkt mit den ExpertInnen zu besprechen. Die Veranstaltung war eine Kooperation des Nationalparks Hunsrück-Hochwald mit der Modellkommune Herrstein-Rhaunen und der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

Naturstiftung David – Die Stiftung des BUND Thüringen
Naturschutzprojekt Hohe Schrecke
Bericht des Klimawandelmanagers Martin Schmidt

Abschluss Quartierskonzept Naumburg West
Im März wurde das von cupasol erstellte Quartierskonzept Naumburg West im Bauausschuss der Stadt Naumburg bestätigt. Im Konzept wurden acht Handlungsfelder zur Steigerung der Energieeffizienz und Verminderung von Treibhausgasemissionen untersucht sowie 52 Maßnahmenempfehlungen zur Modernisierung des Quartiers gegeben. Schwerpunkt war die Erstellung von Szenarien zur Wärmeversorgung durch Erweiterung des bestehenden Fernwärmenetzes. Daher waren die Technischen Werke Naumburg GmbH intensiv eingebunden.
Quartierskonzept Naumburg West
© siehe Bild
Projekt Weidewonne
Wolle ist ein nachwachsender Rohstoff mit vielen positiven Eigenschaften. Heimische Wolle hat das Potenzial für viele Produkte, wie z. B. moderne Dämmstoffe, Matratzen, Geotextilien und natürlich für die Herstellung hochwertiger Kleidung. Deshalb engagiert sich die Naturstiftung David mit ihrem Projekt „Weidewonne für regionale Wertschöpfungsketten in der Wollverarbeitung und die Entwicklung von Produkten aus „Weidewolle“. Das Projekt unterstützt die Schäfereien und trägt so zum Erhalt unserer Kulturlandschaft bei.
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