LIFE-IP ZENAPA Newsletter

Liebe Leserinnen und Leser,

zum Jahresende möchten wir die Gelegenheit nutzen, allen herzlich zu danken, die mit ihrem Engagement und ihrer Unterstützung zu einem weiteren erfolgreichen Projektjahr beigetragen haben. Gemeinsam haben wir viel erreicht, und das wäre ohne die gemeinsame Leidenschaft und Zusammenarbeit nicht möglich gewesen.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien eine besinnliche Weihnachtszeit, erholsame Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr. Möge 2026 voller Gesundheit, Glück und neuer spannender Projekte sein!

Herzliche Grüße,

Ihr ZENAPA-Team
Berichte aus dem Projekt

LIFE-IP ZENAPA Partnertreffen am Umwelt-Campus Birkenfeld


Vom 1. bis 4. Dezember fand am Umwelt-Campus Birkenfeld das diesjährige Projektpartnertreffen des Projektes statt. Den Auftakt bildeten von Montag bis Mittwochmittag individuelle Partnergespräche, die vom Projektkoordinator, dem Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS), durchgeführt wurden. Im Mittelpunkt dieser Gespräche standen der Stand der Maßnahmen in den Modellregionen, aktuelle Herausforderungen sowie die strategische Ausrichtung für die verbleibende Projektlaufzeit.
Am Mittwoch besuchten die Projektpartner das Hofgut Neumühle bei Münchweiler an der Alsenz. Die vom Bezirksverband Pfalz getragene Lehr- und Versuchsanstalt für Viehhaltung (LVAV) ist eine wichtige Aus- und Fortbildungsstätte für die landwirtschaftliche Tierhaltung in Rheinland-Pfalz und dem Saarland und verbindet Ausbildung mit praxisrelevanter Versuchstätigkeit. Vor Ort konnten die Teilnehmenden eine Reihe im Rahmen von ZENAPA umgesetzter Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen im Betriebskontext erleben. Diese stellen wir Ihnen im untenstehenden Beitrag ZENAPA auf dem Hofgut Neumühle genauer vor.
Der abschließende Tag stand im Zeichen des gemeinsamen Plenums, unter der Leitung von Prof. Dr. Peter Heck. Projektpartner und Studierende des Umwelt-Campus diskutierten dort aktuelle Projektergebnisse, übertragbare Lösungsansätze und offene Fragen aus der Praxis. Die Studierenden erhielten dabei direkte Einblicke hinter die Kulissen eines komplexen EU-Projekts wie LIFE-IP ZENAPA und konnten sehen, wie wissenschaftliche Konzepte, regionale Strategien und konkrete Maßnahmen vor Ort ineinandergreifen.
Das Partnertreffen hat einmal mehr gezeigt, wie wertvoll der persönliche Austausch zwischen Praxis, Verwaltung, Wissenschaft und Lehre für den Erfolg von LIFE-IP ZENAPA ist und wie die im Projekt entwickelten Ansätze in landwirtschaftlichen Betrieben und Kommunen konkret Gestalt annehmen.
Plenum im Rahmen des Arbeitstreffens
© IfaS
Standortbesichtigung Hofgut Neumühle
© Hofgut Neumühle

ZENAPA-Kampagne zur Sektorenkopplung

Im Projekt wurde im vergangenen Jahr eine öffentlichkeitswirksame Kampagne zur Sektorenkopplung auf den Weg gebracht, um das Zusammenspiel von Strom, Wärme und Mobilität verständlich und greifbar zu machen. Zahlreiche Projektpartner entschieden sich, Informationsflyer per Post an die Haushalte in ihren Regionen zu verteilen. Darin wurde anschaulich erläutert, wie Photovoltaik, Wärmepumpe und E-Auto zusammenwirken, wie sich Eigenverbrauch und Effizienz steigern lassen und welchen konkreten Beitrag diese Technologien zum Klimaschutz und zur regionalen Energiewende leisten.
Andere Regionen nutzten Artikel in kommunalen Nachrichten und Amtsblättern, um Bürgerinnen und Bürger direkt vor Ort zu erreichen und für das Thema zu sensibilisieren. Der Bezirksverband Pfalz ergänzte dies durch eine gezielte Werbekampagne in den sozialen Medien und sprach so insbesondere auch jüngere Zielgruppen an. Insgesamt konnten auf diese Weise mehrere hunderttausend Haushalte im ZENAPA-Gebiet über die Chancen der Sektorenkopplung informiert werden, ein wichtiger Schritt, um Wissen aufzubauen, Hemmschwellen abzubauen und den Einstieg in konkrete Umsetzungsmaßnahmen zu erleichtern.
Weiterhin wurden Informationsveranstaltungen angeboten, um über die Themen detaillierter zu informieren.
Weitere Informationen zu den ZENAPA-Kampagnenthemen finden Sie auf unserer Webseite.
Flyer Sektorenkopplung
© Bezirksverband Pfalz

ZENAPA auf dem Hofgut Neumühle: Auf dem Weg zum Klimaneutralen Bauernhof

Im Projektverlauf hat sich die Lehr- und Versuchsanstalt für Viehhaltung (LVAV) Hofgut Neumühle des Bezirksverbands Pfalz als zentraler Umsetzungspartner erwiesen. Besonders wertvoll ist seine Rolle als Lehranstalt für die Ausbildung von Landwirtinnen und Landwirten in Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Klimaschutzmaßnahmen, die hier umgesetzt werden, haben damit eine direkte Ausstrahlung in viele Betriebe der Region.
Am Hofgut wird derzeit ein umfassendes, klimafreundliches Energiekonzept realisiert: Neben einer neuen Holzhackschnitzelheizung, deren Brennstoff perspektivisch aus einem in Kooperation mit dem Nationalpark Hunsrück-Hochwald angelegten Agroforstsystem stammen soll, kommen Infrarot-Heizsysteme zum Einsatz. Eine Wärmepumpe ist in Vorbereitung. Ergänzt wird dies durch mehrere PV-Anlagen und einen Solarzaun im Bereich einer Weidefläche von Glanrind-Mutterkühen sowie innovativen und energieeffizienten Methoden zur Milchkühlung.
Darüber hinaus wurden einige Gebäude wie das Verwaltungsgebäude mit unterschiedlichen natürlichen Dämmstoffen energetisch ertüchtigt und zusätzliche Nistmöglichkeiten geschaffen, um die Biodiversität auf dem Betrieb zu stärken.
Das Hofgut Neumühle befindet sich somit auf einem sehr guten Weg hin zu einem weitgehend klimaneutralen und biodiversitätsfreundlichen Demonstrationsbetrieb und zeigt, wie Klimaschutz und landwirtschaftliche Ausbildung wirkungsvoll miteinander verbunden werden können.
Blick auf das Hofgut Neumühle
© Bezirksverband Pfalz
Bundesminister Alois Rainer in Röbel/Müritz – Jugendhaus wird Knotenpunkt für klimafreundliche Mobilität

Am 1. August bekam das Jugendhaus Röbel/Müritz prominenten Besuch. Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat Alois Rainer informierte sich gemeinsam mit Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus, Bundestagsabgeordnetem Philipp Amthor, Landrat Heiko Kärger und Landtagsabgeordnete Nadine Julitz über das Projekt „Flotte Bürger im Jugendhaus Röbel“. Das Vorhaben wird im Bundesprogramm BULEplus in der Fördermaßnahme „LandStation – Verknüpfte Mobilität in ländlichen Räumen“ gefördert und gilt als Modell für bürgerschaftlich getragene Mobilitätslösungen im ländlichen Raum.
Im Mittelpunkt des Besuchs stand die Frage, wie das Jugendhaus als Mehrfunktionshaus und Mobilitätsstation zu einem lebendigen Ort der Begegnung werden kann. Bürgermeister Matthias Radtke und Amtsvorsteherin Stefanie Nürnberg nutzten die Gelegenheit, um die Projektidee vorzustellen, erste Erfahrungen zu schildern und gemeinsam mit den Gästen über Perspektiven und mögliche Förderansätze zu sprechen. Ziel des Projekts ist es, das Jugendhaus als Knotenpunkt für neue Mobilitätsangebote und als Verweilort für Bürgerinnen und Bürger aus Röbel und den umliegenden Gemeinden zu etablieren.
Besonderes Interesse fanden die inzwischen 15 Lastenräder, die über das EU-LIFE-Projekt ZENAPA gefördert wurden und den Kern der „Flotte für Bürger“ bilden. Bei einer kurzen Stadtrundfahrt nutzten Minister, Kommunalvertreter und Gäste die Gelegenheit, die Räder selbst auszuprobieren und die alltagsnahe, klimafreundliche Mobilität direkt zu erleben. Das Projekt verbindet damit auf anschauliche Weise Klimaschutz, Teilhabe und neue Wege der Mobilität im ländlichen Raum und zeigt, wie aus einem Jugendhaus ein Motor für vernetzte, zukunftsorientierte Angebote werden kann.
© ANE MV
© Antje Thiele

Jetzt mitmachen: ZENAPA-Wettbewerb für Klima- und Naturschutzprojekte

Gesucht werden Projekte, die Klimaschutz und Biodiversität gemeinsam voranbringen und gleichzeitig das Miteinander in der Region stärken. Die besten Wettbewerbsteilnehmenden erhalten bis zu 1.500 Euro. Die Teilnahme ist noch bis zum 15. Januar 2026 möglich. Über den Postleitzahlen-Check auf der ZENAPA-Webseite kann schnell geprüft werden, ob der eigene Landkreis oder die kreisfreie Stadt teilnahmeberechtigt ist.

Das dafür entwickelte Multikriterien-Zertifikat bewertet nicht nur die Einsparung von Treibhausgasemissionen, sondern bezieht auch Beiträge zur Biodiversität, die regionale Wertschöpfung sowie soziale Aspekte ein. Damit geht ZENAPA bewusst über klassische CO Kompensationsmodelle hinaus und unterstützt ganzheitliche, lokal wirksame Projekte.
Wettbewerb und Zertifikate schaffen so einen doppelten Mehrwert. Zum einen werden zusätzliche Klima- und Naturschutzmaßnahmen in den Regionen angestoßen. Zum anderen wird das Engagement der Einrichtungen sichtbar gemacht und kann als gutes Beispiel für andere Akteure in der ZENAPA-Region dienen.
Weitere Infos zum Wettbewerb finden Sie auf unserer Webseite unter www.zenapa.de/emissionsminderungs-und-biodiversitaetszertifikate/.
© IfaS
© IfaS
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